Allgemeine Zahninformation

Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die Patienten häufig an uns stellen

Ist Amalgam gefährlich?

Amalgam ist eines der am besten erforschten Zahnfüllungsmaterialien. Es ist eine Mischung aus Silber, Zinn, Quecksilber, Kupfer und Zink und wird seit 200 Jahren in der Zahnmedizin verwendet. Amalgam hat sehr gute physikalische Eigenschaften: es schrumpft kaum, dichtet auch an den Rändern sehr gut ab und bleibt beim Kauen stabil. Wegen dieser Eigenschaften – und wegen seiner geringen Kosten – wird es weltweit als Zahnfüllungsmaterial verwendet.

Der Umstand, dass Amalgam Quecksilber enthält, hat bereits im 19. Jahrhundert zu Diskussionen über eine mögliche Gesundheitsgefährdung geführt und es zu einem der umstrittensten Füllungsmaterialien gemacht. Die Menge an Quecksilber, die sich im Laufe der Zeit aus einer modernen Amalgamfüllung herauslösen und im Körper ablagern kann, ist allerdings sehr gering. Sie wird in den meisten wissenschaftlichen Untersuchungen als unbedenklich eingestuft. Dennoch werden immer mehr Alternativen zu Amalgam entwickelt, die kein Quecksilber enthalten.

Solche Alternativen sind: Kunststoff-Keramik-Mischungen (Komposite), Gold oder Keramik. Die Materialien unterscheiden sich in Haltbarkeit, Ästhetik und Preis.

Wir beraten Sie gerne bei der Wahl des am Besten geeigneten Füllungsmaterials.

Amalgamfüllungen gegen andere Füllungen austauschen zu lassen, muss jedoch nicht notwendigerweise zu einer Verbesserung führen.

Welche Alternativen zu Amalgam gibt es?

Komposit-Füllungen

Komposit besteht aus Kunststoff und feinen Keramikpartikeln. Dieses Hightech-Material ist gut formbar und reibt sich kaum ab. Ursprünglich sind Komposite hauptsächlich zur Versorgung von Schneidezähnen eingesetzt worden. Die modernen Komposite stellen aber auch eine gute Alternative zu Amalgam dar und werden daher immer öfter auch zur Versorgung von Backenzähnen eingesetzt.

Werden sie richtig verarbeitet und gepflegt, schrumpfen diese Kunststoff-Füllungen kaum und sind beinahe so haltbar wie Amalgam. Sie sind sehr stabil und belastbar, da sie in einem mehrstufigen Verfahren in die Zahnlöcher geklebt werden (Adhäsivtechnik). Dabei muss nur ein kleiner Teil der Zahnsubstanz entfernt werden.

Auch Löcher in Milchzähnen lassen sich gut mit Komposit-Füllungen versorgen.

Vor allem bei größeren Löchern empfiehlt es sich, einen Abdruck des betroffenen Zahnes zu machen, die Kunststoff-Füllung von einem Zahntechniker anfertigen zu lassen und in einer weiteren Sitzung einzusetzen. Das Material ist dann bereits ausgehärtet und kann nicht mehr schrumpfen.

Komposite sind weicher als die natürliche Zahnoberfläche (Zahnschmelz), außerdem können nach einiger Zeit Verfärbungen auftreten.

In unserer Praxis setzen wir moderne Kunststoff-Füllungen routinemäßig ein. Wir bilden uns auf diesem Gebiet laufend weiter und verfolgen alle neuen Entwicklungen kritisch.

Gold-Füllungen

Bereits über Jahrhunderte hat sich Gold als Zahnersatz bewährt. Es lässt sich äußerst genau in Zahnlöcher einpassen und besitzt ausgezeichnete physikalische Eigenschaften. Darüber hinaus ist Gold für den menschlichen Organismus bestens verträglich (biokompatibel), nur sehr wenige Menschen sind auf Gold allergisch. Bei angemessener Pflege halten Goldfüllungen, auch Gold-Inlays genannt, sehr lange. Wir lassen Goldfüllungen vom Zahntechniker herstellen und setzen sie dann in unserer Praxis ein.

Keramik-Füllungen

Keramik-Füllungen (Keramik-Inlays) gelten als optisch schönste Alternative zu Amalgam. Sie sind kaum von echten Zähnen zu unterscheiden. Keramik ist ein sehr verträgliches hochwertiges Material. Die Füllungen werden im zahntechnischen Labor hergestellt und in unserer Praxis in den Zahn eingeklebt oder einzementiert. Ein Nachteil von Keramik-Füllungen ist, dass sie bei starker schräger Belastung zerbrechen können. Außerdem sind sie teuer.

Wie gefährlich ist Zahnfleischbluten? Was kann man dagegen tun?

Zahnfleischbluten darf man nicht unterschätzen. Stark gerötetes blutendes Zahnfleisch deutet auf eine mögliche Parodontitis hin, eine durch Bakterien verursachte Entzündungserkrankung des Zahnfleisches und des Kieferknochens. Ohne Behandlung werden die Zähne allmählich locker und fallen aus.

Die Krankheit wird meist durch Bakterien im Zahnbelag verursacht. Das Zahnfleisch blutet, rötet sich und schwillt an. Tiefe Zahnfleischtaschen entstehen, Zahnfleisch und Kieferknochen bilden sich zurück, die Zähne verlieren den Halt und fallen aus. Durch offene Blutgefäße können auch giftige Stoffe in den Organismus gelangen. Das kann zu Problemen im Gefäßsystem und in anderen Organen führen.

Vorbeugen und bekämpfen kann man Erkrankungen des Zahnfleisches, indem man bakteriellen Zahnbelag gründlich entfernt. Die richtige Zahnputztechnik ist dabei wichtig. Eventuell empfiehlt es sich auch, Mundspülmittel zu verwenden. Wenn sich bereits harte Ablagerungen gebildet haben, gehören sie im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung entfernt. Je nachdem, in welchem Ausmaß der Zahnhalteapparat entzündet und geschädigt ist, können auch chirurgische Maßnahmen erforderlich sein.

Wie kann man Schneide- und Eckzähne verschönern?

Kieferorthopädie (Kieferregulierung) ist sicherlich die beste Möglichkeit, unregelmäßig stehende Schneidezähne zu korrigieren.

Wenn Schneidezähne verfärbt oder abgesplittert sind, kann man sie mit hauchdünnen Keramikschalen (Veneers) überkleben. Die Zahnoberfläche muss dabei meist nur geringfügig abgeschliffen werden, der Zahn bleibt weitgehend erhalten. Ein zahnmedizinischer Spezialklebstoff sorgt für sicheren und dauerhaften Halt. Farbe, Form und Oberfläche können exakt an die der Nachbarzähne angeglichen werden.

Wie kann man Mundgeruch behandeln?

Mundgeruch ist meist als harmlos einzustufen, kann allerdings sehr störend sein. In den seltensten Fällen wird Mundgeruch durch ernsthafte Erkrankungen verursacht. Man muss unterscheiden zwischen länger anhaltendem und kurzfristigem Mundgeruch, etwa nach dem Verzehr von Knoblauch oder Zwiebeln.

Länger anhaltender Mundgeruch kann entstehen, wenn Bakterien im Mund Speisereste zersetzen. Eine intensive Mundhygiene (Zahnseide, Zahnzwischenraumbürste usw.) ist notwendig. Unterstützt wird die Therapie durch die Verwendung eines Zungenschabers oder spezieller Mundspüllösungen. Professionelle Zahnreinigung bieten wir in unserer Ordination an.

Verantwortlich für Mundgeruch können auch Löcher in den Zähnen (Karies), Entzündungen des Zahnfleisches oder der Zahnwurzel sowie Speisereste, die zwischen den Zähnen hängen geblieben sind, sein.